Argentinien für Padel - lohnt sich der Trip wirklich oder ist es überhyped?

Gestartet vor 2 Wochen von Maximilian Huber  ·  9 Antworten  ·  548 Aufrufe
padel-reisenargentinienbuenos-airesszene

Ich überlege ernsthaft, im Frühjahr eine Woche nach Buenos Aires zu fliegen - primär wegen Padel. Argentinien gilt ja als Ursprungsland, und was man so liest klingt gut: Hallen überall, günstiger als Europa, hohes Niveau schon bei normalen Freizeitspielern.

Aber ist das noch realistisch oder inzwischen romantisiert? Wie ist die Buchungssituation vor Ort, sprechen die Clubs etwas Englisch, und lohnt sich das gegenüber einem Spanien-Trip rein vom Padel-Erlebnis her? Hat jemand aus der Runde konkrete Erfahrungen?

vor 2 Wochen #1

War 2022 drei Wochen dort, konkret in Palermo und San Isidro. Kurze Fakten: Stundensatz lag damals umgerechnet bei 3-6 Euro, Hallen im Minutentakt, kein Mensch spricht Englisch - aber das braucht man auch nicht. Vier Wörter Spanisch und Körpersprache reichen. Niveau variiert stark, aber selbst Freizeitspieler dort haben eine andere Ballgewöhnung als hier. Man lernt zwangsläufig.

vor 1 Woche #2

Überhyped ist es meiner Meinung nach schon ein bisschen. Das Padel ist gut, keine Frage. Aber Buenos Aires ist eine Großstadt mit allem was dazugehört - Lärm, Verkehr, teils fragwürdige Viertel. Wer nur wegen Padel fliegt und sonst null Interesse an Südamerika hat, ist in Marbella oder Valencia wahrscheinlich entspannter aufgehoben.

vor 1 Woche #3

Ich sehe das anders. Spanien ist gut, aber Argentinien ist anders. Das Padel ist dort keine Trendsportart, das ist Alltag. Du gehst abends um 22 Uhr auf eine Anlage und alle Plätze sind voll, Familien, Rentner, Kinder. Dieses Feeling gibt es in Europa nicht. Wer den Sport wirklich versteht, sollte das einmal erlebt haben.

vor 1 Woche #4

Ich plane das auch gerade, hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm als Reiseziel. Habt ihr konkrete Club-Empfehlungen für Buenos Aires? Und lässt sich das gut mit normalen Sightseeing-Tagen kombinieren oder plant man da Padel de facto fulltime?

vor 1 Woche #5

Palermo Soho hat mehrere Anlagen in Gehweite, das ist touristisch zugänglich und padelintensiv gleichzeitig. Für Vollzeit-Padel-Trips würde ich aber eher kleinere Städte wie Rosario empfehlen - weniger Ablenkung, lokaler, Plätze leichter zu buchen. Buenos Aires kann man sich auch ohne Padel tagelang beschäftigen.

vor 1 Woche #6

Was mich interessieren würde: Wie ist das mit dem Equipment dort? Bringt man besser alles selbst mit oder ist der Markt vor Ort gut sortiert? Ich frage weil ich ungern mit Schläger im Handgepäck fliege wenn das Risiko besteht dass der bei irgendeinem Umstieg einbehalten wird.

vor 1 Woche #7

Equipment vor Ort ist reichlich vorhanden, lokale Marken wie Bullpadel und auch Head werden produziert oder importiert, Preise für Schläger sind aber nicht günstiger als hier - manchmal teurer wegen Importzöllen. Mieten vor Ort geht problemlos und kostet fast nichts. Ich würde den eigenen Schläger trotzdem mitnehmen, Kabinengepäck ist kein Problem wenn er ordentlich in einer Tasche steckt.

vor 1 Woche #8

Ich war letztes Jahr in Mendoza, nicht Buenos Aires, und würde das als Alternative empfehlen. Kleinere Stadt, Weinregion, entspanntes Tempo - und Padel-Anlagen in sehr gutem Zustand. Weniger Trubel, die Einheimischen freuen sich wenn Touristen mitspielen wollen. Hatte dort meine bisher schönsten Padel-Begegnungen, auch sprachlich ohne Gemeinsamkeiten.

vor 1 Woche #9

Danke für die Infos, sehr hilfreich. Ich ziehe mein Fazit: Spanien für den ersten Padel-Auslandsausflug, Argentinien wenn man tiefer einsteigen will und den Aufwand nicht scheut. Klingt vernünftig.

vor 1 Woche #10

Antworten

Registrierung temporär geschlossen. Die Community öffnet zur Eröffnung von Padel Avenue Hannover.

Auf die Drop-Liste