Aufschlag im Padel: Wieviel Variation bringt wirklich was?

Gestartet vor 3 Monaten von Steffen Büttner  ·  9 Antworten  ·  358 Aufrufe
aufschlagtechniktaktikgrundlagen

Ich beschäftige mich gerade intensiver mit dem Aufschlag und frage mich, wie viel Variation auf unserem Niveau (mittlere Liga, ~3.5) überhaupt Sinn macht.

Klar gibt es Slice, Topspin, flach, körpernah, weiter raus – aber ich sehe selbst bei guten Spielern oft, dass der zweite Aufschlag zu vorhersehbar wird sobald man anfängt zu variieren. Meine These: Ein solider, konsistenter Slice mit gutem Placement schlägt in 80% der Fälle einen halbgaren Effektaufschlag. Was sind eure Erfahrungen?

vor 3 Monaten #1

Grundsätzlich stimme ich zu. Ich hab eine Weile versucht, einen Kick-Aufschlag einzubauen – der Aufwand im Training stand in keinem Verhältnis zum Nutzen im Match. Seitdem: Slice mit Variation im Placement, fertig. Der Gegner muss trotzdem jedes Mal neu entscheiden.

vor 3 Monaten #2

Die Frage ist doch was du mit dem Aufschlag bezwecken willst. Wenn du danach ans Netz gehst – und das solltest du – dann ist der Aufschlag hauptsächlich dazu da, kein schwaches Return zu kassieren. Mehr nicht. Variation ist nett, aber Position nach dem Aufschlag ist entscheidender.

vor 3 Monaten #3

Ich spiele noch nicht so lang und finde es ehrlich gesagt schon schwer, überhaupt einen guten Aufschlag konstant zu bringen. Diese Diskussion ist für mich noch Zukunftsmusik, aber interessant zu lesen. Wird der Slice eigentlich in den meisten Schulen als Standard gelehrt?

vor 3 Monaten #4

Ja, Slice ist quasi der Standard-Aufschlag im Padel, weil er niedrig bleibt und den Return-Winkel einschränkt. Topspin ist theoretisch möglich aber durch die Netzlinie und die Höhenregel beim Aufschlag schwerer zu realisieren als im Tennis.

vor 3 Monaten #5

Ich widerspreche der 80%-These leicht. Gegen Spieler die du öfter triffst, wird jeder konsistente Aufschlag irgendwann gelesen. Da hilft eine saubere Variation ins T oder auf den Körper schon. Nicht als Kunstform, aber als gelegentliches Mittel.

vor 3 Monaten #6

Was mir mehr gebracht hat als Variation: Tempo rausnehmen beim zweiten Aufschlag. Klingt kontraintuitiv, aber ein langsamerer Slice tief in die Ecke gibt mir mehr Zeit für die Netzposition als ein halbherziger schneller, der returnt wird bevor ich da bin.

vor 3 Monaten #7

Profis variieren hauptsächlich drei Dinge unabhängig voneinander: Placement (T, Körper, Außen), Höhe des Bounces und Slice-Winkel. Die Kombination ergibt schon ausreichend Variabilität ohne dass man fünf verschiedene Techniken beherrschen muss. Das ist auch für Liga-Niveau der sinnvolle Ansatz. Zwei Positionen, zwei Slice-Varianten – das reicht.

vor 3 Monaten #8

Ich versuch gerade überhaupt erstmal den Aufschlag ins Feld zu kriegen ohne dass er ins Glas geht, von Variation bin ich noch weit entfernt. Aber dieser Thread hilft mir zumindest zu verstehen worauf ich später hinarbeiten sollte.

vor 3 Monaten #9

Ehrliche Antwort auf die ursprüngliche Frage: für 3.5-Niveau ist eine sehr gute Aufschlagvariante mehr wert als drei mittelmäßige. Variation einbauen wenn der Basisaufschlag sitzt, nicht vorher.

vor 3 Monaten #10

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