MH
Maximilian Huber
Hobby-Spieler
Mitglied seit 2025-12-21
Thread-Starter
Ich spiele jetzt seit knapp zwei Jahren und meine Vorhand-Bandeja funktioniert halbwegs zuverlässig – nicht schön, aber zweckdienlich. Jetzt hat mein Trainingspartner angefangen, an der Backhand-Variante zu arbeiten, und ich frage mich ernsthaft ob das für uns Freizeitspieler überhaupt Sinn ergibt.
Bei Profis sieht das aus wie ein natürlicher Bewegungsablauf, aber wenn ich das versuche, endet es entweder im Netz oder mit seltsamen Schulterschmerzen. Ist das ein Shot der sich irgendwann "klickt", oder investiert man die Zeit besser in eine solide Vibora auf der Rückhandseite?
JB
Jan Brückner
Liga-Spieler
Mitglied seit 2026-01-24
Das Problem bei der BH-Bandeja ist der Supinationsmoment im Handgelenk – du musst die Fläche aktiv nach außen drehen während der Arm noch in der Absenkphase ist. Das ist motorisch das Gegenteil von dem was der Körper intuitiv macht. Ich hab das nach ca. 4 Monaten gezieltem Üben halbwegs internalisiert, aber wirklich unter Matchdruck abrufbar war es erst nach einem Jahr.
MP
Markus Pauls
Hobby-Spieler
Mitglied seit 2026-04-02
Schulterschmerzen sind ein recht deutliches Signal dass die Technik noch nicht stimmt, nicht dass der Schlag unlernbar ist. Ich würde das erst mal mit einem Trainer anschauen lassen bevor du grundsätzliche Fragen über Sinn und Unsinn stellst.
TK
Tobias Kramer
Liga-Spieler
Mitglied seit 2026-01-14
Ehrliche Antwort: Für den Hobbybereich ist die BH-Bandeja ein Nice-to-have, kein Must-have. Eine kontrollierte BH-Vibora mit Slice macht taktisch oft mehr Schaden, weil sie den Ball tiefer hält. Die Bandeja lebt vom perfekten Timing und das kommt bei uns Amateuren schlicht zu selten vor. Wenn du 2-3 Einheiten pro Woche spielst, würde ich das Zeitbudget anders verteilen.
OP
Ole Petersen
Anfänger
Mitglied seit 2025-12-31
Ich bin zwar noch weit davon entfernt das überhaupt anzugehen, aber mein Trainer hat letzte Woche genau das Thema angesprochen. Er meinte die BH-Bandeja ist eigentlich einfacher zu lernen als viele denken, wenn man früh genug mit der richtigen Griffhaltung anfängt – also nicht mit dem Vorhandgriff versucht zu improvisieren. Kann das jemand bestätigen?
SB
Steffen Büttner
Liga-Spieler
Mitglied seit 2025-12-29
Zum Griffthema: Continental ist Pflicht, das stimmt. Wer die BH-Bandeja mit Eastern-Vorhandgriff versucht baut sich eine Kompensationsbewegung ein die später kaum noch wegzutrainieren ist. Das ist wahrscheinlich auch die Quelle der Schulterschmerzen beim OP.
MT
Miguel Ángel Torres
Pro / Coach
Mitglied seit 2026-01-22
"Sackgasse" ist übertrieben. Aber der Shot hat im Amateurpadel ein sehr ungünstiges Aufwand-Nutzen-Verhältnis. Ich sehe in Hobbymatches selten Situationen wo die BH-Bandeja die einzig sinnvolle Option ist – meistens gibt es eine Vorhandlösung oder man positioniert sich schlicht schlechter als man sollte. Wenn der Grundmovement stimmt, kommt man um den Schlag oft herum.
ZÖ
Zara Özdemir
Hobby-Spieler
Mitglied seit 2026-01-17
Ich find das genau die Art von Schlag die den Unterschied macht wenn man ein besseres Niveau anpeilt. Klar ist es schwer, aber genau deshalb. Wer nur das Einfache trainiert bleibt da wo er ist. Hab letzten Monat drei Wochen in Barcelona gespielt, dort packen schon die mittleren Spieler die BH-Bandeja situativ raus – das war echt beeindruckend.
MS
Mila Siebert
Liga-Spieler
Mitglied seit 2026-01-10
Barcelona als Vergleich ist ein bisschen unfair, die wachsen da mit dem Sport auf. Aber der Grundgedanke stimmt schon – wenn man aktiv besser werden will, muss man auch unbequeme Sachen trainieren. Ich würde trotzdem sagen: erst die BH-Vibora stabilisieren, dann den Schritt zur Bandeja gehen. Nicht umgekehrt.
WS
Wouter Smit
Hobby-Spieler
Mitglied seit 2026-01-31
Danke für die Rückmeldungen. Werde mir den Griff erst mal genauer anschauen und tatsächlich eine Stunde mit Trainer nehmen bevor ich weiter selbst herumexperimentiere. Die Vibora-first-Logik leuchtet mir ein.