Bespannung beim Padel - komplett irrelevant oder doch nicht?

Gestartet vor 2 Monaten von Clara Bischoff  ·  9 Antworten  ·  428 Aufrufe
schlägertechnikequipmentanfaenger

Ich komme vom Tennis und bin seit knapp einem Jahr beim Padel. Beim Tennis war Bespannung immer ein Riesenthema - Naturdarmsaite, Polyester, Hybrid, Spannung auf den Millimeter genau. Beim Padel höre ich dazu fast nichts.

Jetzt hat mein Schläger nach einem Riss eine neue Bespannung gebraucht und der Typ im Laden hat einfach irgendwas draufgemacht ohne mich groß zu fragen. Ist das wirklich so egal beim Padel? Oder hab ich da was verpasst?

vor 2 Monaten #1

Nicht komplett egal, aber die Variablen sind deutlich weniger als beim Tennis. Beim Padel spielt die Schlägerfläche (EVA vs. Foam, Dicke, Härte) und das Rahmengewicht eine viel größere Rolle als die Bespannung.

Trotzdem: Spannung macht einen Unterschied. Niedriger (z.B. 20-22 kg) = mehr Power, höher (24-26 kg) = mehr Kontrolle. Meisten Hobbyisten merken das aber ehrlich gesagt kaum.

vor 2 Monaten #2

Ich hab mich das auch mal gefragt und dann einfach gar nicht weiter drüber nachgedacht. Spiele seit 8 Monaten und merke keinen Unterschied ehrlich gesagt. Vielleicht kommt das noch wenn man besser wird?

vor 2 Monaten #3

Der Typ im Laden hat wahrscheinlich richtig gehandelt. 95% der Padel-Spieler würden im Blindtest nicht sagen können ob ihr Schläger mit 20 oder 25 kg bespannt ist. Tennis-Wissen hier 1:1 zu übertragen wäre ein Fehler.

vor 2 Monaten #4

Das stimmt so nicht ganz. Das Saitenmaterial macht schon was aus. Multifilament vs. Monofilament hat spürbare Auswirkungen auf den Vibrationsdämpfung und das Ballgefühl - gerade bei Schmetterbällen an der Wand.

Aber klar, verglichen mit der Kernhärte des Schlägers ist es nachrangig. Wer einen weichen EVA-Kern kauft und sich dann über Bespannungsoptimierung Gedanken macht, hat die Prioritäten falsch gesetzt.

vor 2 Monaten #5

Auf Profi-Ebene wird das sehr wohl diskutiert. Aber für den durchschnittlichen Vereinsspieler: erst Technik, dann Schläger, dann irgendwann mal Bespannung. Die meisten überspringen Schritt eins und landen direkt bei Schritt drei.

vor 2 Monaten #6

Ok danke, das macht Sinn. Ich glaub ich stelle die Tennis-Brille mal ab. Werd beim nächsten Mal aber zumindest fragen welche Spannung drauf ist - nur damit ich einen Ausgangspunkt hab falls ich irgendwann doch was ändern will.

vor 2 Monaten #7

Wichtigste Frage ist doch wie oft du neu bespannst. Viele spielen mit einem halbtoten Schläger der seit 2 Jahren nicht mehr in einer Werkstatt war. Da bringt die beste Bespannungsdiskussion nichts. Gefühl für den Ball weg, Kontrolle weg, man schiebt nur noch.

vor 2 Monaten #8

Wie merkt man eigentlich wann der Schläger neu bespannt werden muss? Gibt es da ein sichtbares Zeichen oder ist das mehr ein Gefühl?

vor 2 Monaten #9

Sichtbar: Saiten verlieren Transparenz, wirken matt, manchmal leichte Fransen an Reibungspunkten. Fühlbar: Ball springt unregelmäßig ab, Schläger fühlt sich "tot" an. Faustregel für Regelspieler - einmal pro Saison mindestens, bei intensivem Spiel öfter.

vor 2 Monaten #10

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