Deutsche Padel-Pros – gibt es da überhaupt wen, den man kennen sollte?

Gestartet vor 3 Wochen von Renata Nowak  ·  8 Antworten  ·  112 Aufrufe
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Ich schaue seit ein paar Monaten regelmäßig Premier Padel und WPT-Highlights. Lauter Spanier, Argentinier, ein paar Brasilianer. Deutschland taucht da schlicht nicht auf.

Ist das nur meine Wahrnehmung oder gibt es tatsächlich keine deutschen Spieler, die international auch nur annähernd eine Rolle spielen? Ich frage mich, ob da überhaupt jemand in der Pipeline ist – oder ob wir schlicht 20 Jahre Rückstand haben und das erstmal so bleibt.

vor 3 Wochen #1

Der Rückstand ist real, aber die Zahl relativiert sich wenn man bedenkt, dass Padel in DE erst seit ~2018 nennenswert wächst. Spanien hat eine strukturierte Jugendförderung seit den 90ern. Argentina sowieso. Wir reden von einer Generationenlücke, nicht von fehlendem Talent.

In der deutschen Rangliste gibt es ein paar Spieler, die technisch solide sind – aber solide reicht für Premier Padel nicht ansatzweise.

vor 3 Wochen #2

Es gibt Namen auf der FIP-Rangliste die DE als Nation führen, aber das sind teilweise Spieler mit Migrationshintergrund oder die in Spanien trainiert haben. Ein "echter" Heimwuchs-Profi im internationalen Sinne? Mir fällt keiner ein.

vor 3 Wochen #3

Ich finde die Frage etwas zu negativ gerahmt. Tennis in Deutschland war nach Becker/Graf auch jahrzehntelang in der Versenkung, bevor Zverev kam. Irgendwo trainiert gerade ein 16-Jähriger in einer Halle in München oder Frankfurt. Wir wissen es nur noch nicht.

vor 2 Wochen #4

Das Problem ist strukturell: Die meisten guten deutschen Spieler kommen über Tennis zum Padel, schon mit 25+. Bis man auf diesem Niveau konkurrenzfähig ist, ist das Fenster für eine Profikarriere sehr eng. Wer mit 12 mit Padel anfängt und gezielt gefördert wird, sieht in 10 Jahren vielleicht anders aus.

vor 2 Wochen #5

Ich hab letztes Jahr in Madrid bei einem Open-Turnier gespielt und da waren tatsächlich ein paar Deutsche dabei – auch im Hauptfeld. Nicht im Profi-Draw, aber das Niveau war deutlich höher als was ich hier in DE auf Vereinsebene erlebe. Die Szene wächst schneller als man denkt.

vor 2 Wochen #6

Madrid-Amateurturniere sind kein Maßstab. Da spielen Spanier die im Urlaub mitmachen und trotzdem besser sind als die meisten deutschen Liga-Spieler. Kein Vorwurf, nur Kontext.

vor 2 Wochen #7

Ich wäre schon froh wenn der Sport hier generell mehr Sichtbarkeit bekommt. Profi-Nachwuchs ist gerade das kleinste Problem – mir fehlt schon das Wissen im Bekanntenkreis überhaupt was Padel ist.

vor 2 Wochen #8

Das eine schließt das andere nicht aus. Sichtbarkeit und Nachwuchsförderung hängen zusammen – aber der Weg zu einem echten deutschen Top-100-Spieler ist realistisch betrachtet noch mindestens 8 bis 12 Jahre. Wer was anderes behauptet, verkauft Träume.

vor 2 Wochen #9

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