Effektive Drills zu zweit – was bringt wirklich was ohne Trainer?

Gestartet vor 3 Monaten von Serkan Yilmaz  ·  8 Antworten  ·  132 Aufrufe
trainingdrillstechnikanfaenger

Mein Spielpartner und ich haben zweimal die Woche Court-Zeit, aber keinen Trainer dabei. Bisher spielen wir eigentlich nur Punkte oder machen lockeres Einspielen – das Gefühl sagt mir, dass da mehr drin wäre.

Was macht ihr konkret, wenn ihr zu zweit trainiert? Gibt es Drills die ohne Korb und ohne dritte Person funktionieren? Speziell interessiert mich was für die Rückwand und für bessere Positionierung. Bin dankbar für alles was über 'einfach kreuz-cross schlagen' hinausgeht.

vor 3 Monaten #1

Klassiker der sich wirklich lohnt: Einer steht an der Grundlinie, einer am Netz. Grundlinie spielt konsequent auf die Rückwand, Netz-Spieler blockt zurück ohne Position zu verlassen. Klingt simpel, zwingt aber beide zur sauberen Ausführung. Wichtig: der Grundlinienspieler soll nicht versuchen den Netz-Spieler zu überwinden – es geht ums Timing, nicht ums Gewinnen.

vor 3 Monaten #2

Zu zweit ohne Trainer ist ehrlich gesagt begrenzt, das muss man realistisch sehen. Das Hauptproblem: niemand korrigiert Fehler, die ihr beide nicht seht. Ihr könnt schlechte Gewohnheiten genauso gut einschleifen wie gute.

vor 3 Monaten #3

Den Punkt von oben verstehe ich, aber der gilt auch fürs freie Spiel. Besser strukturierte Drills als unkontrolliertes Punktespielen ist fast immer ein Fortschritt.

Was bei uns gut läuft: Vibora-Vorbereitung. Einer spielt eine hohe Lob-Sequenz, anderer übt ausschließlich den Overhead-Abschluss. Kein Punkt, nur Pattern. Nach 15 Minuten wechseln. Merkt man nach zwei Wochen.

vor 3 Monaten #4

Ich bin noch nicht so weit mit Vibora und Co, aber wir üben gerade einfach das Glas-Spiel systematisch. Einer schlägt bewusst aufs seitliche Glas, anderer muss die Aufnahme kontrollieren. Klingt banal, hat aber bei mir das meiste gebracht weil ich da vorher komplett unstrukturiert war.

vor 3 Monaten #5

Video. Stellt die Kamera auf und schaut euch die Drills danach an. Ohne Fremdkorrektur ist das die einzige Möglichkeit Fehler überhaupt wahrzunehmen. Die meisten wollen das nicht hören weil man sich selbst beim Spielen grauenhaft findet, aber es ist kaum zu ersetzen.

vor 3 Monaten #6

Konkrete Drill-Idee die ich aus einem spanischen YouTube-Kanal übernommen habe: 'Pared Fondo Structured'. Beide Spieler auf einer Seite, einer schlägt Aufschlag-Simulation, anderer nimmt auf und spielt konsequent auf die Rückwand. Rückwand-Spieler muss dann die Kontrolle halten – kein Abschluss, nur Platzierung. Rotiert nach 10 Bällen.

Funktioniert gut weil es eine klare Aufgabenverteilung gibt und kein 'mal schauen was kommt'.

vor 3 Monaten #7

Video-Tipp ist richtig aber pragmatisch: einfach 20 Sekunden nach dem Drill kurz Standposition und Schlagarmbewegung checken. Kein stundenlanges Material auswerten. Sonst macht mans zwei Mal und dann nicht mehr.

vor 3 Monaten #8

Danke für die Inputs, vor allem die Drill-Struktur mit klarer Rollenverteilung macht Sinn. Wir haben bisher immer beides gleichzeitig gemacht – keiner hatte eine definierte Aufgabe. Das ändere ich direkt diese Woche.

Die Video-Sache teste ich auch, auch wenn ich mich schon jetzt darauf 'freue'.

vor 3 Monaten #9

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