Erste Saison Liga-Padel: Was hat euch am meisten überrascht?

Gestartet vor 2 Monaten von Marta Kowalska  ·  8 Antworten  ·  779 Aufrufe
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Ich spiele jetzt seit knapp zwei Jahren, hauptsächlich mit denselben drei Leuten, immer gleiche Halle, irgendwann kennt man jeden Schlag des anderen auswendig. Hab mich diesen Herbst überreden lassen, in einer lokalen Liga mitzumachen. Erster Gegner: zwei Typen, die optisch aussahen wie wir. Ergebnis: 6:1, 6:2.

Was mich wirklich getroffen hat: die haben keinen einzigen Fehler gemacht. Null. Jeder Ball kam zurück, keine Risikoschläge, kein Zocken. Ich war darauf nicht vorbereitet.

Was waren eure ersten Liga-Momente? Gab es einen konkreten Schlag oder eine Situation, wo ihr dachtet ok, hier bin ich falsch?

vor 2 Monaten #1

Das mit den Fehlern kenne ich. Im Freizeitspiel gewinnt man durch Gewinner. In der Liga verliert man durch Fehler. Das klingt wie ein Kalenderspruch, aber es dauert trotzdem ein Jahr bis man es wirklich verinnerlicht hat.

vor 2 Monaten #2

Bei mir war es die Positionierung. Ich hab gedacht ich versteh das Spiel, hab Videos geschaut, Taktik gelesen. Dann steh ich im Match neben meinem Partner und wir sind zweimal gleichzeitig ans Glas gerannt und haben uns gegenseitig den Ball weggekürzt. Positionsdisziplin unter Druck ist komplett anders als im Training.

vor 2 Monaten #3

Für mich war es das Tempo am Netz. Ich komm aus dem Tennis, dachte der Übergang ist kleiner als er ist. Der erste Smash der direkt auf mich zukam – ich hab noch nicht mal den Schläger hochgebracht. Das war demütigend aber auch irgendwie lehrreich.

vor 2 Monaten #4

Die mentale Seite. Fünf lockere Bälle, dann einer ins Netz, Partner schaut kurz rüber – und plötzlich bist du komplett raus aus dem Rhythmus. Im Freizeitspiel lacht man drüber. Im Ligamatch fressen dich zwei Breaks dann lebend auf.

vor 2 Monaten #5

Ich wurde von einem 60-jährigen mit Kniebandage in zwei Sätzen auseinander genommen. Technisch war da nichts Spektakuläres. Der hat einfach jeden Ball genau einen Meter hinter die Grundlinie gespielt bis ich einen Fehler gemacht hab. Geduld als Waffe hab ich vorher nicht ernst genommen.

vor 2 Monaten #6

Das Aufschlagspiel hat mich überrascht. Im Freizeitbereich ist Aufschlag meist Formalität. In der Liga wird sofort nach dem zweiten Aufschlag Druck gemacht, Return aggressiv gespielt, Netz übernommen. Wenn man da kein System hat verliert man das erste Spielzug-Duell jedes Mal.

Hab erst nach etwa 20 Ligaspielen verstanden dass Aufschlag + erste Volle ein eigenes Mini-Training verdient.

vor 2 Monaten #7

Dass ich es so sehr wollte zu gewinnen. Im normalen Spiel ist mir ein schlechter Tag egal. Im Liga-Match hab ich nach dem ersten Satz angefangen Dinge zu erzwingen die ich technisch noch gar nicht kann. Vibora auf die Linie, 0-30 hinten. Dreimal hintereinander. Mein Partner hat mich danach sehr höflich darauf hingewiesen.

vor 2 Monaten #8

Auf das Thema Aufschlag von oben kann ich nur ergänzen: das Lob-Return-Spiel danach. Wer gut lobbt kontrolliert den Rhythmus komplett. Ich hab ewig gebraucht um das nicht mehr als Defensivaktion sondern als taktisches Mittel zu sehen.

vor 2 Monaten #9

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