RN
Renata Nowak
Hobby-Spieler
Mitglied seit 2025-12-24
Thread-Starter
Kennt ihr das? Doppelfehler beim Aufschlag, dann geht das Kopfkino los. Man denkt noch beim nächsten Ball an den letzten Fehler, statt einfach zu spielen. Ich merke, dass ich technisch eigentlich weiß was ich tun muss, aber sobald der Kopf anfängt zu kommentieren, wird alles schlechter. Habt ihr konkrete Routinen oder Denkansätze, die bei euch wirklich helfen? Nicht das übliche 'einfach im Moment bleiben' – das weiß ich, ich kriegs bloß nicht hin.
IH
Inés Herrero
Liga-Spieler
Mitglied seit 2025-12-22
Das Stichwort ist quiet eye – gibt dazu einige Sportwissenschaftsstudien. Kurz gefasst: du fixierst bewusst einen Punkt (beim Padel z.B. den Ball beim Aufschlag) länger als gewohnt, kurz vor der Bewegung. Klingt simpel, reduziert aber nachweislich den präfrontalen Kortex-Overload. Ich hab das vor zwei Jahren eingebaut, hat mehr gebracht als alles andere.
KB
Klaas van den Berg
Hobby-Spieler
Mitglied seit 2025-12-28
Ich spiel einfach so als wäre jeder Punkt der erste des Tages. Funktioniert in etwa 40% der Fälle. Die anderen 60% bin ich mental schon beim nächsten Fehler bevor ich den Ball getroffen hab.
HG
Hanna Grimm
Anfänger
Mitglied seit 2026-01-04
Ich hab gemerkt, dass es mir hilft, zwischen den Punkten kurz die Schlägerfläche anzuschauen – so eine Art Reset-Geste. Klingt komisch, aber es gibt dem Kopf was anderes zu tun als weiterzugrübeln. Hab ich mal bei einem YouTube-Video über Tennis-Mentaltraining aufgeschnappt.
KE
Katrin Engel
Liga-Spieler
Mitglied seit 2026-03-05
Ehrlich gesagt: das Kopfkino hört nie ganz auf. Die Frage ist ob es dich lähmt oder ob du trotzdem handelst. Ich hab aufgehört zu versuchen, die Gedanken wegzumachen, und stattdessen gelernt, parallel zum Denken trotzdem zu spielen. Klingt widersprüchlich, aber Akzeptanz hilft mehr als Unterdrücken.
IS
Ilja Sorokin
Hobby-Spieler
Mitglied seit 2026-02-17
Das Konzept von Gallwey (The Inner Game of Tennis) trifft das ziemlich gut – Self 1 vs Self 2. Self 1 ist der Kommentator, Self 2 der Körper der eigentlich weiß wie's geht. Problem: Self 1 redet zu viel. Gallweys Lösung ist nicht Stille erzwingen, sondern Self 1 mit einer harmlosen Aufgabe beschäftigen, z.B. 'Ball tracken' sagen ohne Wertung. Buch ist alt aber immer noch das Beste zum Thema.
RF
Rodrigo Fuentes
Pro / Coach
Mitglied seit 2025-12-17
Wird nicht weggehen. Man lernt nur besser, wie lange man sich erlaubt drin zu bleiben. Ich geb mir inzwischen ungefähr eine Schlägerlänge Abstand vom Netz – so lange darf der Gedanke existieren. Dann wird gespielt.
AS
Anika Sommer
Anfänger
Mitglied seit 2025-12-14
Ich find das Thema mega wichtig und würde mir wünschen, dass sowas explizit im Training besprochen wird. Technik kriegt man irgendwie beigebracht, aber niemand erklärt einem wie man mit einem schlechten Set mental umgeht. Hofft jemand, dass Padel Avenue das aufgreift wenn die aufmachen?
AR
Ana Ruiz
Liga-Spieler
Mitglied seit 2026-01-14
Dazu noch ein praktischer Punkt: mit wem du spielst macht einen riesigen Unterschied. Ich hab Partner gehabt die nach jedem Fehler die Körpersprache wegwerfen – das ist mental katastrophal. Gutes Doppel bedeutet auch, dass keiner den anderen mit Blicken richtet. Das unterschätzen viele total.