Padel-Camp in Mexiko – hat das jemand gemacht oder ist das nur Instagram-Hype?

Gestartet vor 7 Wochen von Veronika Baumann  ·  8 Antworten  ·  660 Aufrufe
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Ich sehe seit ein paar Monaten immer mehr Werbung für Padel-Camps in Mexiko, hauptsächlich Cancún und Playa del Carmen. Meist 5-7 Tage, argentinische oder spanische Coaches, Preis irgendwo zwischen 1.500 und 2.800 Euro all-in.

Hat das hier jemand tatsächlich gemacht? Mich interessiert vor allem: Wie viel davon ist echtes Training und wie viel ist Beachclub-Atmosphäre mit Schläger in der Hand? Ich bin Hobby-Spieler, 2-3x pro Woche, und überlege ob sich das im Vergleich zu einem Spain-Camp überhaupt lohnt.

vor 7 Wochen #1

Ich war letztes Jahr in Cancún, allerdings privat organisiert über einen argentinischen Coach den ich aus einem Spanien-Camp kannte. Kein Paketanbieter.

Das Training war solide – morgens 2h Court-Zeit, nachmittags taktische Einheit. Aber sei ehrlich mit dir selbst: Wenn du in einem Resort mit Pool buchst, trainierst du am Tag 3 mit Sicherheit weniger als geplant. Das ist keine Mexiko-Kritik, das ist Menschenkritik.

vor 6 Wochen #2

Ich hab mich auch mal für so ein Camp angemeldet und dann doch abgesagt. Die Webseiten sehen alle gleich aus, professionelle Fotos am Court, Sonnenuntergang, lachende Menschen. Aber wenn man nach konkreten Trainingsplan, Gruppen-Zusammensetzung oder Coach-Qualifikation fragt, kommen sehr vage Antworten. Das war für mich ein Warnsignal.

vor 6 Wochen #3

Das Grundproblem bei diesen Camp-Paketen: Coach-Qualität ist völlig unklar. "Argentinischer Profi-Coach" kann alles heißen. In Spanien – Madrid, Marbella, Sevilla – gibt es etablierte Clubs mit nachvollziehbaren Trainer-Credentials, Federación-Lizenzen, bekannten Namen.

Mexiko hat eine wachsende Padel-Szene, keine Frage. Aber für ein reines Trainingscamp würde ich immer Spanien vorziehen, solange du nicht einen spezifischen Coach mit nachweisbarem Hintergrund kennst.

vor 6 Wochen #4

Ich find ihr seid zu skeptisch. Ein Kumpel von mir war in Playa del Carmen bei einem kleinen Camp mit 6 Leuten, privater Veranstalter, Coach aus Rosario. Er sagt es war das beste Padel-Erlebnis das er hatte. Klar, Ambiente spielt eine Rolle. Aber du trainierst trotzdem täglich, du spielst gegen neue Leute, du lebst Padel für eine Woche durch. Das hat auch einen Wert.

vor 6 Wochen #5

Der Kumpel-Vergleich ist schwierig. Jemand der 1-2x pro Woche spielt und zum ersten Mal intensiv trainiert, findet fast jedes Camp "das beste Erlebnis". Das sagt nichts über die objektive Qualität aus.

Für einen Hobby-Spieler auf deinem Niveau, OP: Schau dir konkret an wie viele Stunden aktive Coaching-Zeit enthalten sind, nicht Court-Zeit. Das ist die relevante Kennzahl.

vor 6 Wochen #6

Mexiko hat durchaus gute Anlagen. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist dass diese Instagram-Camps wissen dass ihre Zielgruppe nicht unterscheiden kann ob das Training gut war oder nicht. Solange die Fotos stimmen, ist der Kunde zufrieden. Das Geschäftsmodell funktioniert genau deshalb.

vor 6 Wochen #7

Ok das mit den Coaching-Stunden ist ein guter Tipp. Ich hab nochmal auf die Webseite geschaut – steht tatsächlich nur "intensive Trainingseinheiten täglich", keine konkreten Stunden. Hab jetzt mal angefragt. Mal sehen was die antworten.

vor 6 Wochen #8

Berichte gerne was die sagen. Meine Erwartung: eine freundliche, ausweichende Antwort. Aber überrasch mich gerne.

vor 6 Wochen #9

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