Premier Padel vs. WPT – wer gewinnt den Krieg um den Profi-Sport?

Gestartet vor 4 Monaten von Inés Herrero  ·  10 Antworten  ·  195 Aufrufe
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Ich verfolge die Tour seit dem großen Bruch 2022/23 ziemlich intensiv und frage mich ehrlich gesagt, ob Premier Padel wirklich hält was es verspricht. Die Spieler haben damals für bessere Bedingungen gekämpft, FIP/Qatar Sports Investments sind eingestiegen, Rennamen wie Lebron und Galan sind dabei.

Aber: Einschaltquoten? Streaming-Deal außerhalb Spaniens? Und die Hallen sind bei vielen Turnieren halbleer. Ist das der große Durchbruch oder sieht das nur auf dem Papier gut aus?

vor 4 Monaten #1

Das Halbleer-Argument kennen wir aus jeder jungen Tour. Als die ATP-Turniere in den 80ern expandierten, sah das außerhalb der Slams auch nicht anders aus. Entscheidend ist, ob die Strukturen stimmen – und die sind bei Premier Padel professioneller als alles was vorher da war.

vor 4 Monaten #2

Ich hab mir letztes Jahr in Madrid ein Turnier live angeschaut. Schönes Rahmenprogramm, aber im Stadion waren 60% der Plätze frei. Das wirkt halt nicht nach Mainstream-Sportart. Irgendwann muss mehr als Spanien mitziehen.

vor 4 Monaten #3

Das Streaming-Problem ist meiner Meinung nach das eigentliche Kernproblem. In Deutschland kannst du Premier Padel praktisch nicht legal und vernünftig schauen. Ohne Reichweite kein Wachstum außerhalb der iberischen Halbinsel. QSI hat das Geld, aber der Verteilungsplan ist unklar.

vor 4 Monaten #4

Ich finde diese ganze Diskussion interessant, aber ehrlich gesagt kenne ich kaum jemanden aus meinem Bekanntenkreis der überhaupt weiß was Premier Padel ist. Selbst unter Padel-Spielern hier in Hannover. Das sagt doch schon einiges.

vor 4 Monaten #5

Das Bewusstsein in Deutschland ist tatsächlich kaum vorhanden, das stimmt. Aber das war beim Beachvolleyball oder Darts am Anfang auch so. Ich glaube nicht dass Padel dieselbe Kurve nimmt wie Darts – dafür ist die Infrastruktur zu teuer. Aber komplett unterschätzen würde ich es nicht.

vor 4 Monaten #6

Lebron und Galan ziehen an, solange sie spielen. Was danach kommt ist die eigentliche Frage. Federer hat Tennis nicht erfunden aber er hat es einer Generation zugänglich gemacht. Premier Padel braucht dieses Gesicht für den nicht-spanischen Markt. Haben sie das gerade? Nein.

vor 4 Monaten #7

Was ich interessant finde: Der Schachzug mit den Wildcards für lokale Spieler bei jedem Turnier ist eigentlich clever. Gibt lokalen Märkten ein Gesicht. Ob das reicht um z.B. einen deutschen Sponsor oder Broadcaster zu überzeugen, steht auf einem anderen Blatt.

vor 4 Monaten #8

Ich bin grundsätzlich skeptisch bei allem was mit Sovereign Wealth Funds finanziert wird. LIV Golf lässt grüßen. Kurzfristig kauft man sich Glanz, langfristig entsteht Abhängigkeit von politischen Interessen. Das ist kein Padel-Problem, das ist ein Strukturproblem.

vor 4 Monaten #9

Ich find das alles eigentlich ziemlich aufregend? Padel wächst hier gerade spürbar, Hannover kriegt mit Padel Avenue eine neue Halle, und auf Profi-Ebene tut sich was. Vielleicht bin ich naiv aber das fühlt sich nach Aufbruch an.

vor 4 Monaten #10

Naiv ist das nicht. Aber Aufbruch und nachhaltige Struktur sind zwei verschiedene Dinge. Ich drück Premier Padel die Daumen, wirklich. Nur sollte man die Probleme nicht kleinreden weil man den Sport liebt. Genau das hat dem WPT jahrelang geschadet.

vor 4 Monaten #11

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