KJ
Kim Jäger
Anfänger
Mitglied seit 2026-01-29
Thread-Starter
Ich komme vom Tennis, spiele seit ca. 6 Monaten Padel. Grundsätzlich bin ich froh, dass der Ballgefühl-Transfer funktioniert, aber manche Tennisgewohnheiten stören mich aktiv: zu viel Ausholbewegung, falsches Positioning nach dem Schlag, und ich versuche ständig Winner zu hauen statt ins Glas zu spielen.
Hat jemand konkrete Übungsformen die speziell für Tennisspieler sinnvoll sind? Mich interessiert was ihr selbst oder im Training gemacht habt, nicht das generische 'spiel halt mehr'. Top 3 wenn möglich.
JB
Jan Brückner
Liga-Spieler
Mitglied seit 2026-01-24
Klassisches Tennisspieler-Problem. Aus eigener Erfahrung:
- Glasspielen ohne Netz – nur Glas, kein Punktspiel, Fokus auf Kontrolliertes Anspielen der Rückwand und Positionieren danach
- Kurzball-Rallye in der Hälfte – zwingt dich zu kompakter Bewegung statt Tennisschwung
- Gegner imitieren – jemanden gezielt beobachten und kopieren, klingt blöd, funktioniert
Die Ausholbewegung kriegst du nur durch Wiederholung weg, nicht durch Denken.
PW
Paula Winkler
Hobby-Spieler
Mitglied seit 2026-01-23
Ich hatte dasselbe Problem mit dem Winner-Hauen. Was mir tatsächlich geholfen hat: eine Session nur mit dem Ziel, den Ball zurück ins Spiel zu bringen. Kein Angriff, kein Zielspiel, einfach kontrolliert weitermachen. Klingt langweilig, hat aber mein ganzes Spielverständnis verschoben.
MT
Miguel Ángel Torres
Pro / Coach
Mitglied seit 2026-01-22
Ehrlich gesagt hilft bei Tennisspielern vor allem: weniger üben, mehr verlieren. Ihr habt zu viel Vertrauen in euren Arm und zu wenig in die Wand. Fehler schmerzen im Tennis mehr als im Padel – das muss sich ins System. Spielt gegen bessere Leute, verliert, lernt.
KH
Kai Hoffmann
Anfänger
Mitglied seit 2026-01-04
Glasspielen ohne Netz klingt erstmal komisch aber ich hab das mal in einer Trainingseinheit gemacht und es hat tatsächlich geklickt warum man die Position nach dem Schlag sofort korrigieren muss. Vorher hab ich das theoretisch gewusst, aber erst da hab ichs gespürt.
MS
Mila Siebert
Liga-Spieler
Mitglied seit 2026-01-10
Was bei uns im Team gut funktioniert: Chiquita-Repetition an der Rückwand, 10 Minuten am Anfang jeder Session. Zwingt zur kurzen Bewegung, trainiert Timing am Glas, und du lernst den Abstand zur Wand einzuschätzen. Für Tennisspieler oft der kritischste Punkt.
JH
Jana Herzberg
Hobby-Spieler
Mitglied seit 2025-12-11
Ich würde noch ergänzen: Videofeedback. Handy in der Ecke, Session aufnehmen, danach 10 Minuten anschauen. Tennisspieler sehen oft erst dann wie groß die Ausholbewegung wirklich ist. Selbstwahrnehmung täuscht enorm, gerade wenn man aus einer anderen Sportart kommt.
AK
Alexander Koch
Liga-Spieler
Mitglied seit 2026-02-08
Videofeedback ist gut, aber nur wenn du weißt worauf du achtest. Sonst guckst du dir 20 Minuten dein eigenes Spiel an und siehst trotzdem nichts. Am besten jemanden dabei haben der dir sagt: 'da – genau das ist der Tennisarm'.
RM
Ralf Meinecke
Anfänger
Mitglied seit 2026-01-01
Danke, das hilft schon mal. Die Rückwand-Einheit werde ich beim nächsten Mal gezielt einbauen. Gibt es eigentlich eine Faustregel wie viel Anteil vom Training man als Anfänger auf sowas verwenden sollte vs. einfach spielen?
IH
Inés Herrero
Liga-Spieler
Mitglied seit 2025-12-22
Keine Faustregel die ich kenne. Ich würde sagen: solange du einen klar definierten Fehler hast den du adressieren willst, lohnt sich gezielte Übung. Wenn du einfach nur 'besser werden' willst ohne konkretes Problem – dann einfach spielen und Stunden sammeln.