MP
Markus Pauls
Hobby-Spieler
Mitglied seit 2026-04-02
Thread-Starter
Ich spiele seit anderthalb Jahren Padel, davor 20 Jahre Tennis. Die meisten in meiner Runde sind ähnliche Fälle – irgendwann hat der Rücken gemeckert, die Hallen waren zu teuer oder man wollte einfach was Neues.
Jetzt die ehrliche Frage: was fehlt euch eigentlich noch vom Tennis? Ich merke, dass ich die langen Grundlinienwechsel manchmal vermisse. Dieses Gefühl, wenn ein Cross wirklich sitzt. Beim Padel ist das irgendwie... kompakter. Was sagen die anderen Ex-Tennisspieler hier?
SB
Steffen Büttner
Liga-Spieler
Mitglied seit 2025-12-29
Der Aufschlag. Klingt banal, aber ich hab 15 Jahre daran gearbeitet. Beim Padel fühlt sich der Aufschlag an wie ein Pflichtprogramm, nicht wie eine Waffe. Man kann damit einfach keinen Druck aufbauen auf dem Niveau, das ich gewohnt war. Taktisch kompensierbar, emotional nicht vollständig.
JP
Jürgen Petzold
Hobby-Spieler
Mitglied seit 2025-12-23
Ich vermisse das Gefühl, alleine auf einem Platz zu stehen und einfach Bälle zu schlagen. Diese meditativen Einheiten an der Ballmaschine gibt's beim Padel nicht wirklich. Padel ist per Definition Sozialsport – was ich meistens mag, aber manchmal brauche ich eben das Gegenteil.
PH
Pia Hoffmann
Anfänger
Mitglied seit 2026-02-06
Ich vermisse gar nichts, ehrlich gesagt. Hab Tennis nie wirklich geliebt, war mehr so ein Familiendings. Padel hat mich zum ersten Mal wirklich gepackt. Vielleicht liegt's daran, dass ich weniger vergleiche.
TK
Tobias Kramer
Liga-Spieler
Mitglied seit 2026-01-14
Den Slice. Ja, es gibt ihn beim Padel auch, aber er funktioniert völlig anders. Beim Tennis konnte ich einen tiefen Backhand-Slice spielen, der den Gegner aus dem Rhythmus bringt und ihm Zeit lässt, sich zu ärgern. Diese Kontrolle fehlt mir. Beim Padel ist alles so... sofort.
SD
Sven Dohrmann
Hobby-Spieler
Mitglied seit 2026-01-28
Außenplätze im Sommer. Morgens halb acht, Sonne, Kaffee daneben, niemand außer dem Spielpartner. Das gibt's beim Padel konstruktionsbedingt nicht wirklich. Glaskäfig ist Glaskäfig.
SN
Sofía Navarro
Pro / Coach
Mitglied seit 2026-01-28
Taktisch vermisse ich die Variabilität des Aufschlagspiels. Im Tennis kannst du über den Aufschlag ein ganzes Gameplan aufbauen – Serve-and-volley, T-Aufschlag, Kick ins Rückhand-T. Das sind Systeme. Beim Padel beginnt jeder Punkt relativ neutral, was ich kognitiv weniger interessant finde. Der Reiz kommt erst ab dem dritten, vierten Schlag.
Das ist nicht schlechter, aber anders. Ich muss ehrlich sein: für meinen Rücken war es die richtige Entscheidung.
HK
Hans-Werner Kruse
Hobby-Spieler
Mitglied seit 2026-01-20
Das Geräusch. Der Ballkontakt bei einem gut getroffenen Tennisball mit einem guten Schläger ist einfach befriedigend auf eine Art, die der Padel-Ball nicht reproduziert. Reine Physik, ich weiß, aber trotzdem.
AK
Alexander Koch
Liga-Spieler
Mitglied seit 2026-02-08
Nichts, was ich vermisse, rechtfertigt den Rückweg. Knie danken es mir täglich.